Sensorische Integration (SI)


Sensorische Integration ist die Koordination, das Zusammenspiel unterschiedlicher Sinnesqualitäten- und systeme.

Beispiel: 

  • Schwerkraftreiz, der auf das Gleichgewichtssystem im Innenohr wirkt, löst eine Bereitstellung von Muskelaktivitäten aus.
  • Gleichgewichtsreize (jemand stößt uns oder wir stellen uns auf ein Bein) stimulieren Rezeptoren in den Bogengängen des Innenohrs und provozieren eine Haltungsanpassung (wir stürzen nicht).
  • Augen folgen einem sich bewegenden Objekt.
  • Wir hören ein Geräusch und drehen den Kopf zur Schallquelle.
  • Augen steuern die Bewegung beim Schreiben (Auge-Hand-Koordination) gemeinsam mit den taktilen (Haut-Berührungsreize) und propriozeptiven (tiefensensible Reize) Empfindungen.

Die Ergotherapie nutzt die Plastizität des Nervensystems, den inneren Antrieb und die Emotionalität des Kindes, sowie seine Stärken. Entsprechend dem Befund werden dem Kind sensorische Angebote gemacht, die im Rahmen seiner Leistungen eine Herausforderung darstellen, motorische Aktivitäten zu entwickeln oder diese auch gezielt zu steuern oder zu bremsen.

 

Diese Aktivitäten sind handlungsorientiert und werden in Art und Dosierung ständig kontrolliert und der Reaktion des Kindes angepasst.